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EEG (Elektro-Enzephalographie)


Was ist eine Elektro-Enzephalographie?


Die Elektro-Enzephalographie (EEG) ist eine Methode zur Messung elektrischer Gehirnströme, indem die Spannungsschwankungen des Gehirns abgeleitet werden.

Wozu dient das EEG?
Mit einem EEG können krankhafte Veränderungen der elektrischen Hirnaktivität erfasst werden. Dazu zählen:

- Krampf-Potentiale: Das sind typische EEG-Veränderungen, die bei einer Neigung zu epileptischen Anfällen (Krampfneigung des Gehirns) auftreten können. Hier kann das EEG zur Diagnose einer Epilepsie beitragen. Allerdings ist das EEG hier in etlichen Fällen zwischen den Krampfanfällen normal. Daher muss es gegebenenfalls mehrfach und unter Bedingungen, welche die Krampfbereitschaft erhöhen, wie z.B. Schlafentzug in der Nacht vor der Untersuchung, durchgeführt werden.

  • Allgemeine Veränderungen im EEG-Befund: Diese Veränderungen können beispielsweise bei entzündlichen oder stoffwechselbedingten Hirnerkrankungen auftreten und einen Hinweis auf den Schweregrad der Erkrankung geben.
  • Herdbefunde: Das sind Veränderungen der Hirnstromwellen, die vor allem bei lokalen Hirnerkrankungen wie Schlaganfall (Apoplex), Tumor oder lokalen entzündlichen Prozessen auftreten.
  • Null-Linie: Sie weist den Hirntod nach, da in diesem Fall keine Gehirnströme mehr messbar sind


Wie läuft das EEG ab?


Um die Gehirnströme aufzeichnen zu können, werden dem Patienten rund 20 Elektroden gleichmäßig auf die Kopfhaut platziert. Eine Routine-EEG-Ableitung dauert ungefähr 30 Minuten. In speziellen Fällen ist eine EEG-Messung über einen Zeitraum von 24 Stunden notwendig. Auch bei einem bewusstlosen Patienten kann ein EEG gemacht werden. Die EEG-Untersuchung ist ungefährlich, schmerzlos und beliebig oft wiederholbar.